In den letzten Jahren ist die Zahl der Allergien sprunghaft gestiegen. Inzwischen leidet jeder dritte Europäer unter einer Allergie. Das Bett, ein Ort der Entspannung, wo man Energien für den nächsten Tag sammeln kann, ist oft der reinste
Tummelplatz von Allergie-Auslösern. Hier erfahren Sie Wissenswertes über die wichtigen Zusammenhänge von Natur und Allergien im Schlafbereich.

Jeder Mensch reagiert anders
Oft sind es nicht einzelne Substanzen, die eine Allergie ausbrechen lassen, sondern
es ist eine Kombination mehrerer. Die Kombinations-Möglichkeiten sind dabei sehr vielfältig, und jeder Betroffene kann auf eine ganz spezifische Zusammensetzung von Allergenen reagieren. Andererseits kann das gleiche Allergen bei verschiedenen Menschen völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen. Dem einen tränen die Augen, der andere hat Atembeschwerden. Da jeder Mensch anders reagiert, ist es für Arzt und Allergiker oft Detektivarbeit, die Ursache für die Beschwerden herauszufinden.
Als Allergiker geboren? 50 bis 60 Prozent beträgt das Risiko, wenn beide Eltern Allergiker sind, 30 bis 40 Prozent, wenn ein Elternteil, 10 bis 15 Prozent, wenn kein Elternteil Allergiker ist.
Was passiert genau?
Das Allergen verbindet sich an der Oberfläche besonderer Abwehrzellen mit speziellen körpereigenen Eiweißstoffen, sogenannten Immunglobulinen. Die Abwehrzellen reagieren daraufhin mit der Ausschüttung des Gewebshormons Histamin, das die bekannten Allergie-
Symptome hervorruft.
Was ist eine Kreuzallergie?
Darunter versteht man die Neigung, bei einer bereits bestehenden Allergie auch auf
andere Allergene zu reagieren, die biologisch oder chemisch mit dem ursprünglichen Allergen verwandt sind.
Woher kommen Allergien?
Es gibt unterschiedliche Ansätze zur Erklärung. Fest steht, dass eine Vielzahl verschiedener Substanzen sowohl aus der Natur wie aus der Chemie als Allergie-Auslöser in Frage kommt. Allgemein anerkannt ist außerdem die Tatsache, dass Stress undgenetische Veranlagung bei der Auslösung von Allergien eine große Rolle spielen.
Am besten ist: Vorsorge treffen und den Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen minimieren.
„Langweilt“ sich unser Immunsystem?
Unser Immunsystem schützt sich im Normalfall durch die Bildung von Antikörpern vor Krankheiten. Nun ist es aber so, dass die Menschen in den sog. entwickelten Ländern durch wesentlich verbesserte Hygiene mit vielweniger Krankheitserregern in Kontakt kommen. Außerdem wird dem Immunsystem heute durch vorbeugende Impfungen oder Medikamente ein Großteil seiner Arbeit abgenommen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass unser Immunsystem nicht mehr ausreichend ausgelastet ist. Deshalb könnte es sein, dass es sich neue Betätigungsfeldersucht und auf eigentlich ungefährliche Stoffe reagiert.
Kleinkinder besonders gefährdet
In den ersten sechs Lebensmonaten ist die Gefahr, zum ersten Mal an einer Allergie zu erkranken, besonders groß. Deshalb möglichst Kontakt mit Allergenen minimieren. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, ein halbes Jahr oder länger zu stillen. So lässt sich das Risiko, mit der Babynahrung allergene Stoffe aufzunehmen, umgehen.